Endoprothetik


Im Januar 2015 wurde Dr. med. Andreas Erbach

zum HAUPTOPERATEUR
im EndoProthetikZentrum der Maximalversorgung
Auguste-Viktoria-Klinikum Berlin ernannt
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Über Endoprothetik

 

Die Implantation künstlicher Gelenke ist eine der erfolgreichsten Operationen überhaupt. Zuletzt wurden in Deutschland jährlich über 400.000 Kunstgelenke implantiert.(1)
Hierunter fallen ca. 70.000/Jahr Erstimplantationen im Bereich Knie-Endoprothetik und für die Hüft-Endoprothetik ca. 80.000/Jahr.
Die Anfänge der heute als Standardverfahren etablierten gelenkersetzenden Operationen an der unteren Extremität lassen sich bis in das 19. Jahrhundert zurückverfolgen.

 

Als Pionier der alloplastischen Gelenkchirurgie gilt heute Themistocles Gluck (1853-1942), welcher Ende des 19. Jahrhunderts mehrere Patienten mit alloplastischem Gelenkersatz aus Elfenbein an unterschiedlichen Gelenken versorgte. (2)
Der erste, der den totalen Kniegelenkersatz aus fremden Material wagte, war 1890 Gluck mit einem Elfenbein-Scharnierapparat.(3)
Zu dieser Zeit war er Chefarzt an dem neuen Kaiser und Kaiserin Friedrich-Krankenhaus in Berlin Wedding. Die erste erfolgreiche Implantation einer Kniegelenkendoprothese erfolgte 1951 durch B.Walldius.
In den 60er Jahren wurden durch John Charnley neue Prinzipien der Hüft Endoprothetik eingeführt. Dies beinhaltete die Verwendung neuer Materialen, welche dann die Erfolgsgeschichte der Hüftprothesenoperationen eingeleitet haben.

 

Wir unterscheiden heutzutage vorwiegend zwischen zementiert verankerten Prothesen und unzementiert verankerten. Bei der Therapie der Knie-Prothese hat sich die zementierte Verankerung weitestgehend durchgesetzt.
Bei der Hüftendoprothetik gibt es verschiedene Ansätze zur Beurteilung und Verwendung einer zementierten versus einer unzementierten, oder einer sogenannten Hyprid-Prothese (zementierter Schaft und zementfreie Pfanne, oder umgekehrt).
Hierbei vertreten manche Kliniken die Philosophie nur zementfreie Prothesen zu verwenden, andere nur zementierte Prothesen. Die meisten Operateure machen ihre Entscheidung über die Verwendung von Knochenzement vom Alter der Patienten und der Knochenqualität abhängig, verwenden also z.B. bei Patienten mit Osteoporose eine zementierte Variante, währen bei jüngeren, "knochengesunden" Patienten die zementfreie Prothese implantiert wird.

Im Durchschnitt zeigen sich ca. 90% der Patienten, welche eine Hüftendoprothese erhalten haben, nach 10 Jahren noch zufrieden oder sehr zufrieden, der Wert bei der Knieendoprothese liegt hier bei ca. 80%.

 

Weltweit vertreiben fast 200 Unternehmen Endoprothesen, wobei die führenden zehn Unternehmen 94% des Marktes unter sich aufteilen.

 

Während meiner Ausbildung zum Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie widmete ich bereits frühzeitig mein spezielles Augenmerk auf die Endoprothetik der Knie- und Hüftgelenke.
Bei meiner Promotionsarbeit beschäftigte ich mich mit der Arthrose des Hüftgelenkes in Folge einer kindlichen Entwicklungsstärung der Hüftpfanne ("Dysplasiecoxarthrose").
Zunächst arbeitete ich im Klinikum Karlsbad Langensteinbach, unter Dr. med. K. Brinkmann und Prof. Dr. med. J. Harms. Der dortige Schwerpunkt lag bei Prof. Harms in der Wirbelsäulenchirurgie, die nicht nur national ihre Bekanntheit hatte. Unter Dr. Brinkmann war es mir früh mäglich die vielen Facetten der Endoprothetik kennen zu lernen.
Weiter intensivieren konnte ich dies dann im Vincentius Krankenhaus in Konstanz am Bodensee. Dort lernte ich unter regelmäßiger, selbständiger Tätigkeit unter Prof. Dr. med. M. Lukoschek den Einbau von Knie- und Hüftendoprothesen, darunter uni-und bikondyläre Knieprothesen, Revisionsendoprothetik, sowie die Zementiertechnik bei der Knie- und Hüftendoprothetik.
Hierzu zählten die Indikationsstellung, die Planung und die richtige Wahl der Endoprothese für jeden einzelnen Patienten.
Zur weiteren Qualitätssicherung werde ich ab dem 01. Oktober 2015 als Mitglied des Endoportals aufgenommen.
Inzwischen kann ich auf eine Erfahrung von ca. 1000 Endoprothesen in den vergangenen 15 Jahren bauen.

 

Mit besten Grüßen,
Dr. med. Andreas Erbach

 

 

Quellen:
(1) http://www.endocert.de/fuer-patienten.html
(2) sundoc.bibliothek.uni-halle.de/diss-online/07/07H204/t2.pdf
(3) W. Küsswetter, D. Baumann; Arch.orthop.Unfall-Chir. 88, 199-215(1977)
(4) Orthoworld: The Orthopaedic Industry Annual Report, For Year Ending December 31, 2012, zitiert nach "move - Belgium", Information der Mathys Orthopaedics Belux NV-SA, Läwen/Belgien, November 2013.